Fischland-Darß-Zingst besteht eigentlich aus drei Inseln. Der Mensch und die Natur haben aus ihnen eine Halbinsel geformt. Ribnitz-Damgarten ist quasi der Eingang zum Fischland-Darß-Zingst. Hier trifft man wiederum auf den Bernstein. In einer Schaumanufaktur können sich interessierte Besucher über die Bearbeitung informieren. Ein Exponat stellt das berühmt-berüchtigte, aber leider verschollene Bernsteinzimmer dar. Zingst ist eines der Heilbäder, das schon immer gut besucht war. Über 18 km Sandstrand ist auch heute, zusammen mit dem komplett sanierten Ortskern, ein Ostsee Ferienhaus Paradies. Im Boddengewässer um Zingst schlagen die Herzen aller Ornithologen höher. Denn im Frühjahr und im Herbst wird dieses von Tausenden Kranichen angesteuert. Vor allem im Herbst, bevor es in den Süden geht, stillen die Großvögel dort ihren Hunger und tanken Kraft für die lange Reise. Geschützt vor Reinecke Fuchs übernachten sie im Stehen in den flachen Boddengewässern oder auf kleinen, mit Gras bewachsenen Inseln. Mit den ersten Sonnenstrahlen erhebt sich der Zug und fliegt auf das Festland, um Nahrung zu finden. Es ist ein fabelhafter Anblick, wenn die Vögel in keilförmigen Gruppen am Himmel entlang ziehen. Fischland-Darß-Zingst gehört zum Nationalpark Vorpommersche Landschaft und ist ein ausgezeichnetes Wander- oder Radwandergebiet. Speziell geführte Erlebnistouren führen bis zum Königsstuhl oder nach Stralsund.
Prerow ist eines der Ostseebäder mit Freikörperkultur. Empfehlenswertes Ausflugsziel von Prerow aus ist der Leuchtturm am Darßer Ort. Den bereits 1848 erbauten Leuchtturm erreicht man nur per pedes. Es lohnt sich aber den Weg auf sich zu nehmen, denn von oben ergibt sich ein Überblick über die von der Ostsee umspülte Halbinsel. Ein Nebengebäude gehört zu dem Deutschen Meeresmuseum Stralsund. Die Seemannskirche ist eine sehr eindrucksvolle Sehenswürdigkeit. Sie erinnert an die Anfänge Prerows als Fischergemeinde. Im erstaunlichen Innenraum, mit dem mit kunstvollen Verzierungen geschmückten Taufbecken, finden teilweise Kunstausstellungen statt. Doch man sollte sein Augenmerk auch auf die historisch wertvollen Grabsteine alter Kapitänsgräber vor der Kirche werfen. Radwege gibt es viele auf Fischland-Darß-Zingst und sie führen unter anderem auch an den selten gewordenen „Klöntüren“ vorbei. Beim „klönen“ tut Mann oder Frau nichts anderes, als sich zu unterhalten und mit Türen sind die Haustüren gemeint. Das Besondere an diesen „Klöntüren“ ist die reiche und bunte Verzierung. Die Türen waren in zwei Flügel geteilt, den oberen und den unteren. So hatte man es beim Tratschen bequem, denn der obere Teil wurde geöffnet und auf den unteren stützte man sich auf. Diese Türen hatten tatsächlich eine große Bedeutung für die Region. Im Darß-Museum in Prerow sind sie ausgestellt.
Graal Müritz ist umgeben von einem üppigen, großflächigen Mischwald. Im Osten schließt sich das Müritz Ribnitzer Hochmoor an. Dieses hat sich zu einem wertvollen Biotop entwickelt, in dem man auf gekennzeichneten Wanderwegen seltene Tier- und Pflanzenarten entdecken kann. Der Strand ist hier ebenfalls feinsandig und weiß und das Wasser hat sehr gute Qualität, sodass man sich bedenkenlos mit Kind und Kegel in die Fluten stürzen kann. Wer in einem dieser Ostsee Ferienhäuser urlaubt, sollte nicht versäumen den Rhododendron Park zu besuchen, das Juwel der Stadt Graal Müritz. Im Mai und Juni ist der Park besonders schön, da dann die Pflanzen blühen.
Lange bevor Fischland-Darß-Zingst Urlaubsort wurde, waren dort zeitweilig die Slawen heimisch. Wustrow war den Slawen einst heilig. Die Kirche erhebt sich heute mächtig und die roten Dächer der denkmalgeschützten Bauerngehöfte leuchten, Fahrradfahrern entgegen, die durch die Lindenalleen fahren und die frische Luft genießen. Doch schon in der Steinzeit siedelte man sich auf den Inseln an. Fischerei und Seefahrt bestimmten den Alltag der Menschen. Bauern gingen ihrer Tätigkeit nach. Mit den Segelschiffen kam der Wohlstand nach Fischland-Darß-Zingst, den die Erfindung der Dampfschiffe wieder bedrohte. Sand, Meer und gute Seeluft brachte schließlich Urlauber auf die Inseln.
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